05 Mai
2020

Wenn man eine Weile mit Adobe Connect gearbeitet hat, kommt der Moment, an dem man sich fragt, wie man eigentlich Vorlagen erstellt. Vorlagen haben den großen Vorteil, dass man sich viel Arbeit ersparen kann.

Nehmen wir z.B. Online Beratung. Jedes Mal für einen Klienten oder Klientin einen neuen Raum erstellen, ist zeitaufwändig. Ist einmal ein Muster entwickelt, das sich bewährt hat, dann eignet es sich als Vorlage. Ich muss nicht jedes Mal wieder ganz von vorne beginnen. Das gilt auch für Videokonferenzen und für Kurse, die oft viele Layouts mit vielen Pods nutzen. Aber hier gibt es einen Haken. Räume lassen sich in Adobe Connect nicht kopieren. Räume kann man löschen, umgestalten, aber eben nicht kopieren. Einen Schalter dafür sucht man vergebens. Der Versuch, sich mit Screenshots zu helfen, ist dabei eine wenig elegante Lösung.

Einen Raum zu einer Vorlage zu machen, ist relativ einfach. Dazu genügt es, den Raum in den Ordner „Meine Vorlagen“ zu verschieben. Will man den Raum zu einer Vorlage machen, die auch von anderen genutzt werden kann, verschiebt man ihn in den Ordner „Gemeinsame Vorlagen“. Dies geht folgendermaßen:

  1. Man legt einen neuen Raum an. Als gute Praxis hat sich dabei die Wahl einer benutzerdefinierten URL erwiesen, die erkennen lässt, dass es sich um eine Vorlage handelt. Z.B. /vorlage1 oder /v_beratungen. Alle anderen Felder spielen für die Anlage keine Rolle.
  2. Man erstellt einen Raum mit den erforderlichen Layouts und Pods. Weil man dazu immer eine Vorlage angeben muss, ist der erste Schritt, die Layouts zu leeren, also alle vorhandenen Pods ausblenden und die Layouts mit Titeln versehen. Das kann im Layoutbalken durch Doppelklicken auf die Beschriftung der einzelnen Layouts geschehen oder in Layout – Layouts verwalten im Navigationsmenü.
  3. Als nächstes gestaltet man einen Hintergrund bzw. nimmt dafür ein Foto und lädt in MeetingVoreinstellungen hoch. Das Foto sollte nicht zu klein sein, 1920 x 1280 Pixel ist ein gutes Standardmaß.
  4. Wie viele und welche Layouts man verwendet, hat man bereits in einem Storyboard festgelegt. Dies hilft auch bei der Auswahl der jeweiligen Pods. Welche Pods zum Einsatz kommen, hängt von der Aufgabe und der Dramaturgie ab.
  5. Nun kann der Raum geschlossen werden über Meeting beenden. Der Raum ist nun unter den eigenen Meetings verfügbar.

Bis hierher ist das weitgehend das, was man bei jeder Erstellung eines Raums macht.

Um den Raum zu einer Vorlage zu machen, geht man folgendermaßen vor:

Der Raum, der als Vorlage dienen soll, wird durch das Häkchen ausgewählt. Danach klickt man Verschieben an.

 Mit der Wahl Meine Vorlagen oder Gemeinsame Vorlagen wird der Raum in die jeweiligen Ordner verschoben und steht damit als Vorlage zur Verfügung.

Da wir den Raum in Meine Vorlagen verschoben haben, wird er als Meine Vorlage angezeigt. Hätten wir ihn Gemeinsame Vorlagen verschoben, wäre dort angezeigt.

Manchmal möchte man seine Vorlage nachträglich verändern. Das ist einfach, wenn es sich um eigene Vorlagen handelt. Bei gemeinsamen Vorlagen ist zuvor die Absprache mit allen notwendig, die diese Vorlage aktiv nutzen.

Unter Meine Meetings befindet sich der Ordner Meine Vorlagen. Darin befinden sich alle angelegten Vorlagen. Sie lassen sich nun wie jeder Raum aufrufen, bearbeiten und wieder abspeichern.

Dr. Peter Westebbe

peter.westebbe@icloud.com